Wer sind wir?

 

Geschichte

Den Berliner Stammtisch des IRC-Channels #bdsm.de gibt es seit Sommer 1997. Aus diesem ist ein Jahr später, im Sommer 1998, das "Berlin Munch" hervorgegangen. Im Herbst 1999 wurde der Verein "BDSM Berlin e.V." gegründet, um die steigenden Kosten für Informationsmaterial tragen zu können und um eine bessere Ausgangsbasis für Öffentlichkeitsarbeit zu haben. Seit 2000 gibt es regelmäßige Informationsveranstaltungen für Einsteiger sowie Themenabende und Workshops. Mittlerweile ist der Verein BDSM Berlin e.V. als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt sowie Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung e.V. (DGSS), sowie im BVSM, der BundesVereinigung SadoMasochismus e.V.

Struktur

Alle Aktivitäten von BDSM Berlin werden von den Teilnehmern getragen. Man braucht kein Vereinsmitglied zu sein, um sich aktiv zu beteiligen. Der Verein tritt gegenüber der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf und gewährt finanzielle und organisatorische Unterstützung bei darüber hinausgehenden Veranstaltungen wie z. B. Workshops. Insgesamt haben sich durch die Treffen bisher um die 200 Interessierte zusammengefunden. Die Kommunikation läuft über E-Mail und Mailinglisten, um Zeit und Geld zu sparen und Entscheidungen zu beschleunigen.

Aktivitäten

Derzeit gibt es 5 offene Treffen monatlich, einen Themenabend, einen Informationsabend für Einsteiger, ein DS-Treffen, sowie unregelmäßig stattfindende Workshops zu spezifischen Techniken. Auf den BDSM-Berlin-Webseiten findet sich eine Zusammenstellung aller Anlaufstellen für Sadomasochisten in Berlin, eine umfangreiche Liste aller uns bekannten Clubs und Läden im SM- und Fetisch-Bereich und eine "Kurze Geschichte des Sadomasochismus in Berlin". 1999 haben wir ein Treffen der Organisatoren verschiedener deutschsprachiger BDSM-Gruppen in Berlin ausgerichtet; an einem weiteren im Februar 2001 teilgenommen. Wir beteiligen uns aktiv an den Dokumentations- und Forschungsprojekten von www.datenschlag.org, arbeiten an zwei Info-Broschüren und sind seit 1999 mit einem eigenen Stand auf dem Schwullesbischen Straßenfest vertreten.

Ziele

Wir wollen in Berlin eine Anlaufstelle für Sadomasochisten aller sexuellen Ausrichtungen bieten, die Ängste während des Coming-Out durch Information und Solidarität abbaut. Manifeste, programmatische Erklärungen und Grundsätze versuchen wir zu vermeiden. Ein großer Teil der Probleme, die Sadomasochisten mit sich und ihrer Umwelt erleben, beruht auf einem Mangel an Information und Infrastruktur, den wir mit praktischen "low-tech"-Lösungen zu beheben versuchen. Bei Sexualwissenschaftlern, Medizinern, Psychologen und Journalisten möchten wir Missverständnisse und Vorurteile abbauen, soweit das im Rahmen unserer Möglichkeiten steht.